Foto WWG-Fraktion; von links nach rechts: Marius Fischer, Wilfried Ahlers, Hans-Willi Verhaeg, Peter Philipps,
Günter Buschhaus, Simon Kretschmer, Christian Semrau, Tobias Rennings
WWG: Jugendarbeit darf nicht zentralisiert werden, Wankum braucht seinen Treffpunkt.
In der Ratssitzung am 11.12.2025 soll über die Zukunft des Kinder- und Jugendtreffs in Wankum
entschieden werden. Die Verwaltung schlägt vor, künftig nur noch einen zentralen Standort in
Wachtendonk zu betreiben. Kinder und Jugendliche aus Wankum sollen dann per Shuttleservice zur
zentralen Einrichtung hin und zurück gefahren werden. Die Wankumer Wählergemeinschaft (WWG)
sieht diesen Vorschlag äußerst kritisch – „Wir haben bereits in den Haushaltsplanberatungen von
diesem Vorschlag der Verwaltung erfahren und bei Bürgermeister Paul Hoene Stellung bezogen“. Die
WWG wird einer Schließung in Wankum nicht zustimmen, so Fraktionsvorsitzender Simon
Kretschmer.
„Jugendarbeit ist Daseinsfürsorge – und sie muss in beiden Ortsteilen stattfinden“, betont Tobias
Rennings, Ratsmitglied und Vater von drei Kindern. Rund 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen in
unserer Gemeinde kommen aus Wankum – Tendenz durch geplante Neubaugebiete steigend. Eine
vollständige Schließung des dortigen Treffs wäre daher das völlig falsche Signal.
Auch die Idee eines Shuttleservices überzeugt die WWG nicht. „Hier entstehen zusätzliche Kosten,
die in der Diskussion bislang kaum berücksichtigt werden. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie
niedrigschwellig dieses Angebot dann noch ist“, so Wilfried Ahlers. Gerade Kinder und Jugendliche
agieren oft sehr spontan – die Nutzung eines organisierten Fahrdienstes macht das Angebot
unflexibler und für viele vermutlich unattraktiv oder sogar unzugänglich.
Bereits jetzt kam es in Wankum immer wieder zu Angebotsausfällen. Dass das Angebot vor Ort
zuletzt nicht optimal wahrgenommen wurde, liegt aus Sicht der WWG nicht an mangelndem Bedarf,
sondern vielmehr an strukturellen Problemen und fehlender Kontinuität. Nun wird nach
Personalengpässen und Renovierungsbedarf plötzlich die „Gefahr durch schlechte Elektrik“ als
weiteres Argument angeführt, um die Einrichtung grundsätzlich infrage zu stellen. Für die WWG
wirkt das wie der Versuch, eine bereits gefasste Entscheidung nachträglich zu begründen.
Dabei stehen dem Standort in Wankum eigene Räumlichkeiten der Gemeinde zur Verfügung, die
anders als in Wachtendonk künftig nicht teuer gemietet werden müssen. Statt einer Schließung
schlägt die WWG eine faire Aufteilung der Öffnungszeiten vor: etwa drei Tage in Wachtendonk und
zwei Tage in Wankum, um stabile Öffnungszeiten durch das Personal bieten zu können.
„Sollten in Wankum Renovierungen notwendig sein, oder Investitionen in die Attraktivitätssteigerung
der Jugendeinrichtung erforderlich werden, hat die Verwaltung Wege zu finden, einige tausend Euro
für unsere Kinder und Jugendlichen einzuplanen. Das ist keine freiwillige Leistung, sondern eine
soziale Verantwortung“, so Wilfried Ahlers, Ratsmitglied.
Die WWG ruft die Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich dazu auf, sich mit ihrer Meinung zur
geplanten Schließung der Jugendeinrichtung in Wankum schriftlich an den Bürgermeister zu wenden.
Außerdem sind alle Interessierten eingeladen, ihr Recht auf Teilnahme an der Ratssitzung am
11.12.2025 wahrzunehmen und dort durch ihre Anwesenheit und ggf. eine Wortmeldung deutlich zu
machen, dass eine Schließung nicht im Sinne der Gemeinde ist.
Für Rückfragen:
Tobias Rennings
Wankumer Wählergemeinschaft (WWG)
47669 Wachtendonk, Von-Ruys-Str. 17
Tobias.rennings@outlook.de
0173-7915991





